Mit der Mad Pride Parade zum Kulturfinale! Zum ersten Mal gab es bei Sommerblut in diesem Jahr eine ganz besondere Kundgebung.
Verrückt, behindert, asozial, unnormal, nicht dazugehörig – selten sind alle Menschen zusammen auf den Straßen unserer Stadt zu sehen. Das ändert sich mit der Mad Pride. Die Parade erregt Aufmerksamkeit für das Leben aller Beteiligten und deren Wünsche, Interessen und Probleme. Sie wendet sich gegen Diskriminierung jeder Art. Die Menschen gehören überall dazu und haben die gleichen Rechte auf Versammlungsfreiheit wie alle Menschen. Im Mittelpunkt der Mad Pride stehen Lebendigkeit, Vielfalt, Kreativität, Lebenslust und der Stolz von Menschen, die anders sind. Die Mad Pride lebt Inklusion mit einem fröhlich bunt verrückten Eigensinn.

Sommerblut holt den Rand in die Mitte und bringt die Mitte zum Rand. Mit der Mad Pride trat Sommerblut zum Abschluss der zwei Festivalwochen für seine Vision der kulturellen Teilhabe für alle Menschen ein – unabhängig von körperlicher oder geistiger Behinderung, ethnischer und sozialer Herkunft, Alter, Geschlecht und Religion.

Irgendwie nicht normal? Alle waren eingeladen, sich uns solidarisch anzuschließen. Zusammen ging es mit Wagen, Transparenten, Fahnen und Musik nach Odonien. Dort war die Abschlusskundgebung der Mad Pride. Die Parade war initiiert vom Verein Inklusion und Kultur und einem breiten Bündnis aus der Behindertenselbsthilfe.

Mit viel Musik und den verschiedensten Künstlern feierten hier alle zusammen das Kulturfinale von Sommerblut, dem Festival der Multipolarkultur. Die Band Qunstwerk zeigte, dass sie nicht die Regel, sondern die Ausnahme sind. So wie ein Kunstwerk aus vielen verschiedenen Komponenten besteht, erkennt man bei ihrem Sound Elemente aus Pop, Hip-Hop, Soul und Reggae. Sie selbst nennen ihren Stil „Hip-Soul“. Die Band lässt sich nicht in eine Schublade stecken und wird beim Kulturfinale die Bühne rocken.
Die zwölfköpfige Band OneDropLeft formte ihren Sound aus Reggae, Dub und Hip-Hop. Musikalisch gibt es bei ihnen keine Grenzen. Sie verflechten Funk-, Latin-, Balkan-, Jazz- und Afrosounds mit progressiven Einflüssen und heben damit alle Genregrenzen auf. Vier Blas- und Streichinstrumente prägen die Stimmung mit viel Energie. Der Einsatz von sphärischen Effekten ergänzt den Sound des „Urbanreggae Dub-Orchestra“.
Die Papa Joe Band sorgte mit erdigem Rock´n Roll und Blues für Stimmung. Papa Joe vergisst oft selbst, dass er blind ist. Er schert sich nicht um Konventionen und schreibt seine Texte in der Sprache, in der er denkt und träumt. Der österreichische MundART Poet singt so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist: in innviertlerisch! Papa Joe zeigt Rock´n Roll als Lebensphilosophie.

Mad Pride: Aufstellung 14 Uhr, Ebertplatz, 50668 Köln-Agnesviertel – Start 15 Uhr
Kulturfinale: 16 Uhr, Odonien, Hornstr. 85, 50823 Köln-Neuehrenfeld

 

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