Thema: Flucht

Mehr als 11.000 Besucherinnen und Besucher erlebten dieses Jahr beim Sommerblut Kulturfestival über 70 Veranstaltungen in Köln. An mehr als 40 Veranstaltungsorten zeigten über 400 Künstlerinnen und Künstler ein multipolares Kulturprogramm mit Theater, Tanz, Literatur, Musik, Film und der Kombination aller Genres. Schwerpunkt im Festivaljahr 2013 war das Thema Flucht. Das brisante und aktuelle Thema wurde in den verschiedensten Ausdrucksformen der Kunst aufgegriffen und zeigte damit dem Publikum die verschiedensten Perspektiven auf.

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Premiere Staying Alive

Die Theaterproduktion von Sommerblut in Kooperation mit dem Freien Werkstatt Theater griff das Thema Organspende auf und zeigte unter der Regie von Barbara Wachendorff eine Inszenierung ohne Effekthascherei, Mitleid Geheische oder Larmoyanz, dafür aber mit Sinn für abgründigen Humor und mit den sinnlichen Mitteln des Theaters. Im Juni 2013 fanden Gastspiele von Staying Alive in Essen, Bonn und Moers statt.

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Ikaria

Männliche und weibliche Inhaftierte der JVA Ossendorf gingen in einer einfühlsamen und beeindruckenden Inszenierung zurück in die griechische Mythologie. In der Theaterperformance zeigten die Inhaftierten in lebenden Bildern mit Musik, Tanz und Pantomime ihre Träume der Freiheit und begeisterten damit das Publikum in einer ausverkauften JVA.

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Art Blind

In Köln einmalig war die Kunstausstellung Art Blind, die im Rahmen des Sommerblut Kulturfestivals startete und bis zum 17. Juni 2013 lief. Sie zeigte blinde Kunst und stellte zum ersten Mal Zeichnungen, Malerei, Bildhauerei und Installationskunst von blinden und sehbehinderten internationalen Künstlern aus. Die Ausstellung setzte sich mit den Produktions- und Rezeptionsbedingungen von blinder Kunst auseinander.

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Wir sind Menschen

Über alle Grenzen und Konventionen hinweg feierte Sommerblut in Zusammenarbeit mit dem Odonien und der Lutherkirche-Südstadt „Wir sind Menschen“. Verschiedene Programmpunkte griffen das Schwerpunktthema Flucht auf und luden die Besucher zu einer offenen Auseinandersetzung mit dem brisanten Thema ein. Odonien könnte dafür passender nicht sein. Der Ort atmet die Sehnsucht nach Flucht und Menschsein, denn hier wurden während des Faschismus russische Zwangsarbeiter zur Arbeit gezwungen.

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On the Run

Zwei Künstler aus dem Iran, haben mit jugendlichen Flüchtlingen, die in Köln leben, einen Dokumentarfilm erarbeitet. Es ging um das Thema, das alle Beteiligten vereint: was heißt es, das familiäre Umfeld hinter sich lassen zu müssen, auf der Flucht zu sein und in einem unbekannten Land und einer fremden Kultur zu leben? Im Mittelpunkt stehen sogenannte „UMF’s“ – das sind „Minderjährige Unbegleitete Flüchtlinge“, also Jugendliche, die ganz alleine aus ihren Heimatländern flüchten mussten, um für ihr Überleben und eine bessere Zukunft zu kämpfen.

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Alle Veranstaltungen während des Festivals 2013 finden Sie hier.

Die Festivalseite des Jahres 2013 finden Sie hier.

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