Das Sommerblut Kulturfestival feierte 2016 sein 15jähriges Bestehen und stellte ein Thema in den Mittelpunkt, das so alt ist wie die Menschheit selbst: die Liebe.

In allen Sparten der Kunst – von Theater über Tanz, Literatur und Musik, bis hin zur Bildenden Kunst und zum Film – finden sich zahllose Werke und Stoffe über die Liebe. Vom klassischen Altertum über Shakespeare‘s „Romeo und Julia“ bis in die Gegenwart war und ist die Liebe eine zentrale Triebfeder des künstlerischen Schaffens. Liebessehnsucht, Liebesglück und Liebeskummer haben Künstler_Innen aller Epochen und Kulturen dazu inspiriert, ihre Gefühle sowie die Objekte ihres Begehrens in Bildern, Liedern und Texten darzustellen.

Der Wunsch zu lieben und geliebt zu werden kann ungeheure Kräfte mobilisieren und die Vernunft außer Kraft setzen. Die Liebe verleiht Flügel und lässt gebrochene Herzen zurück. Sie verheißt höchstes Glück und ist zugleich ein gefährlicher Nährboden für Eifersucht, Wahnsinn und Verbrechen. In etwas ruhigerem Fahrwasser segeln die rein platonisch Liebenden sowie diejenigen, die sich einer anderen Form der nicht-erotischen Liebe zuwenden: der Mutterliebe, der Nächstenliebe, der Liebe zur Heimat oder zu Gott.

Mit Eigenproduktionen und Gastspielen präsentierte das Sommerblut Kulturfestival 2016 eine spartenübergreifende, multipolare Auswahl zum Thema Liebe – sinnlich-erotisch, leidenschaftlich und über alle Gender-Grenzen hinweg.