Sommerblut Archiv

Das Sommerblut Archiv wird sukzessive die kommenden Festivalinhalte archivieren und durchsuchbar machen. Die Jahre 2002-2011 werden kontinuierlich eingearbeitet.

Die aktuelle Festivalseite finden Sie immer unter: http://www.sommerblut.de

ZUSAMMENFASSUNG 2019

In der 18. Ausgabe des SOMMERBLUT Kulturfestivals lag der Fokus auf Glaubensfragen und wie diese uns beeinflussen. Ob Glaube an Gott, Wunderheilungen, Astrologie, UFOs oder das Gute im Menschen, Sommerblut zeigte in Tanz- und Theateraufführungen, mit Performances, Ausstellungen und Musik die vielen Facetten des Glaubens.

Rund 13.500 Zuschauer*innen besuchten vom 25. Mai bis 11. Juni 2019 die 35 Produktionen mit rund 500 Künstler*innen an 24 Veranstaltungsorten.

Neben der erstmals als Open-Air-Event am Tanzbrunnen ausgelegten Eröffnungsveranstaltung mit 5.000 Besucher*innen erwies sich vor allem das 1. Kölner Festival der Religionen als Publikumsmagnet. Die vielfältigen musikalischen Darbietungen, Workshops und Infostände wollten sich mehr als 1.500 Kölnerinnen und Kölner nicht entgehen lassen. Über eine Wiederholung des zusammen mit dem Rat der Religionen, der Stadt Köln und der gemeinnützigen Initiative Faiths in Tune konzipierten Events zur Förderung des interreligiösen Dialogs wird intensiv nachgedacht.

Die Sommerblut-Eigenproduktion YOUTOPIA fragte, ob junge Menschen an eine gute, gerechte und friedliche Zukunft. Ihre Vorstellungen von Demokratie, Zusammenleben und der Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen brachten viele zum Nachdenken. Die Inszenierung von Barbara Wachendorff war als Rundgang zwischen verschiedenen Orten rund um den Neumarkt angelegt und begeisterte die Zuschauer ebenso wie die Medien. Aufgrund des großen Interesses wurde ein Zusatztermin bespielt, zudem läuft das Stück noch am 21.6. in Berlin und 23.6. in Bonn.

Nicht weniger intensiv war Das Mädchen ohne Hände der Projektgruppe Drugland, die Texte von Laiendarsteller*innen mit langjähriger Suchterfahrung in ein Grimmsches Märchen einwob. Mittlerweile konnte hierfür eine langfristige Finanzierung gefunden werden, unter Trägerschaft des Sozialdienstes Katholischer Männer und des Vereins Vision e.V..

Das Miteinander unterschiedlicher Kulturen und Religionen stand bei zwei anderen Sommerblut-Produktionen im Mittelpunkt: Die brisante Neuinszenierung von Shakespeares Der Kaufmann von Venedig auf Odonien konnte mit der Authentizität und Leidenschaft der Jugendlichen punkten, die aus sozial benachteiligten Quartieren stammen. Mit Rap-Passagen und viel Humor interpretierten sie die religiösen Klischeevorstellungen der 450 Jahre alten Romanvorlage völlig um. Auch in City of Faith ging es um religiöse Toleranz und Intoleranz. Regisseur Stefan Herrmann brachte im Kölner “melting pot” Chorweiler einen Chor der Gläubigen auf die Bühne, deren Bekenntnisse auch die gesellschaftliche Vielfalt und die Probleme des Zusammenlebens zum Ausdruck brachten.

Nicht zuletzt thematisierte Gregor Leschig in Kraft und Beistand, mit welchen Emotionen Menschen mit chronischen Erkrankungen konfrontiert sind und die sie teils ihren Glauben verlieren lassen.

Zum fünften Mal gab es zum Abschluss des Kulturfestivals die MAD PRIDE – eine bunte und lebensfreudige Demo von und für Menschen mit Behinderung, an der dieses Jahr auch zahlreiche Drogengebraucher*innen teilnahmen.

Im Rahmen der Festivalausgabe 2019 wurde auch die Barrierefreiheit der Veranstaltungen ausgebaut. Mit 22 Produktionen waren fast doppelt so viele Events zumindest teilweise barrierefrei, wie im Vorjahr.

Wir danken allen Förderer*innen, Freund*innen, Unterstützer*innen, Mitarbeiter*innen und natürlich unserem Publikum.


PRESSESTIMMEN ZU SOMMERBLUT 2019

Kölner Stadt-Anzeiger: “Es gibt nichts Intimeres, als mit anderen oder gar öffentlich über den eigenen Glauben zu sprechen. (…) Genau mit diesem Tabu bricht das diesjährige Sommerblut-Festival…”

Kölnische Rundschau: “Über Grenzen hinwegtanzen und neue Perspektiven kennenlernen”

Kölner Wochenspiegel: “Bei den Eigenproduktionen zeigt Sommerblut seine Kreativität”

General Anzeiger (Bonn): “Sommerblut. Ein Name, der aufhorchen lässt. Und der viele Assoziationen zum Klingen bringt: Spannung, Abenteuer, Lebensfreude, Leidenschaft, Energie. Und doch steckt im Wort “Sommerblut” auch etwas Unangepasstes, Unverfälschtes. Das Kölner Kulturfestival mit dem wildromantischen Namen geht in die 18. Runde.”

Choices: “Mit dem Motto „Glaube“ greifen die Organisatoren aktuelle Debatten auf und wollen gerade in Zeiten von vermehrter Fremdenfeindlichkeit und Übergriffen auf Nichtchristen den interreligiösen Dialog fördern.”

FRESH: “Das Festival der Multipolarkultur hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Dialog und das Verständnis untereinander über die Kunst zu ermöglichen”

 


IMPRESSIONEN SOMMERBLUT 2019