Sie ist ein Schlüsseltext der Aufklärung. Wann immer es um die Toleranz der Religionen sowie ihrer Anhänger untereinander geht, wird sie zitiert: die Ringparabel aus dem Theaterstück „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing. In Zeiten der immer schneller voranschreitenden Modernisierung könnte man meinen, dass Religion und Glaube keine große Rolle mehr spielen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Götter kehren zurück, und Köln ist ihre Hauptstadt. In keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele verschiedene Glaubensgemeinschaften. Chorweiler ist dafür besonders repräsentativ. Auf engstem Raum leben dort Angehörige vieler verschiedener Glaubensrichtungen und gehen ihren religiösen Gepflogenheiten nach. Sie alle standen 2019 als Chor der Gläubigen auf der Bühne und woben ihre persönlichen Geschichten und Glaubensbekenntnisse in Lessings berühmte Ringparabel ein. Stefan Herrmann ging dabei auf eine Recherchereise in ein Veedel, das berüchtigt und doch so liebenswert ist. Mit den Teilnehmern suchte er nach Antworten auf die ewigen Fragen: Warum glauben wir? Warum glauben wir nicht?

Regie, Dramaturgie: Stefan Herrmann • Projektleitung: Maria Llabres • Regie- & Dramaturgieassistenz: Angelo Lancuba* Mit anschließendem Publikumsgespräch am 31. Mai und 1. Juni 2019. Gebärdenübersetzung nur am 31. Mai. 

Pressestimmen

“Sie erzählen Persönliches, berichten von ihrer Religionsausübung, stellen Überlegungen an, was das heißt, zu glauben. Einige Geschichten sind voller Extreme.” (Kölner Stadt-Anzeiger, 30.5.2019)

“In dem Stück kehren die Götter zurück auf die Erde. Köln wird ihre Hauptstadt, weil hier so viele verschiedene Glaubensgemeinschaften leben” (Domradio, 31.5.2019)

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