Sie werden gesellschaftlich ignoriert, in Nischen gedrängt, vertrieben oder assimiliert – William Shakespeares Drama DER KAUFMANN VON VENEDIG thematisiert seit jeher eindrücklich den Umgang mit Parallelgesellschaften. Gleichzeitig entwirft Shakespeare in seiner Tragikomödie das Bild einer globalisierten Welt, in der das Kapital frei fließt und kontrastiert es mit einer märchenhaften Welt von Prinzessinnen und Rätseln.  Konflikte zwischen Religionen, Integration, Fremdenhass, globaler Handel, Finanzspekulation – kaum zu glauben, dass ein Stück, das all diese aktuellen Themen aufs Spannendste miteinander verwebt, gut 450 Jahre alt ist.

Das aktuelle Projekt im Rahmen von Sommerblut brachte professionelle Schauspieler*innen und Musiker*innen gemeinsam mit Menschen aus den Blocks der Nachbarschaften auf die große Open Air Bühne Odoniens. Als Musik des Stücks arrangierte Andy Miles Themen des deutsch-französischen Komponisten Jacques Offenbach, in dessen Leben, geprägt von religiöser Ausgrenzung, sich das Grundthema von Shakespeares Stück spiegelte.

Regie: Severin von Hoensbroech und Olaf Sabelus • Regieassistenz: Amelie Barth • Schauspieler*innen: Jasmina Music, Tobias Novo, Lucas Sánchez, S-Dog u.v.a.m. • Komposition: Andy Miles • Produktion: Rolf Emmerich • Projektleitung: Katharina Gismann

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